Am 24. April 1945 wurde im Gardeleger Ortsteil Hottendorf der SS-General Heinz Jost, einst Leiter des SD-Amtes Ausland, verhaftet. Zehn Jahre später wurden im Bunker Hottendorf Papiere aus der NS-Zeit gefunden, die den Hottendorfer Gastwirt Erwin Wedekind als SS-Offizier und Angehörigen jenes Sicherheitsdienstes (SD) entlarvten. Wedekind wurde daraufhin von der Staatssicherheit zur Mitarbeit als IM „Rolf“ gepresst. „Rolf“ wurde nach West-Berlin geschickt, um den, von der CIA gesteuerten, Untersuchungsausschuss Freiheitlicher Juristen zu infiltrieren. Später, während eines inszenierten Kuraufenthaltes, sollte Wedekind einen mutmaßlichen SS-Mann des KZ Auschwitz entlarven. „Rolf“ erfüllte seine Aufträge stets „ordnungsgemäß“, aber ohne Ergebnisse für das MfS. Konnten sie einem SD-Offizier vertrauen? War er in West-Berlin von der CIA angeworben worden? Diese spannende, mit zahlreichen Originaldokumenten aus der Zeit von 1939 bis 1977 untermauerte, Dokumentation entlarvt zugleich die Verbrechen des Nationalsozialismus, als auch die ungenierte Zusammenarbeit des MfS mit solchen Tätern.

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